Wie wär’s mit einem anderen System? - Privater Autobahn-Bau mit LKW-Maut-Unter…

Also, ich habe mir da mal was überlegt…
WARNHINWEIS: Es wird jetzt etwas kompliziert!
Ich finde, das aktuelle Mautsystem ist einfach falschherum!
Denn die Maut lenkt die LKW von den Autobahnen auf andere Strassen
und nicht umgekehrt, wie es eigentlich sein sollte. Insbesondere
kleinere Orte, die an Bundesstrassen liegen und mangels Geld keine
Ortsumgehung haben, ächzen unter der Last der Abgase und
Geräuschentwicklungen.
Deshalb mein Vorschlag: Das System wieder abbauen und durch ein
anderes ersetzen, welches ausschliesslich im Fahrzeug installiert
ist.
Wie das geht? Ja, jetzt wird’s eben schwierig. Mal angenommen, man
hätte eine wirklich gut funktionierende und genaue (<1 m)
Satellitennavigation (z.B. Gallileo), dann würde ein im Fahrzeug
installiertes System stets genau wissen, wo es ist, ganz so wie es
moderne Navigationssysteme auch tun. Die Daten des Navigationssystems
definieren auch gleichzeitig die Gebühren pro gefahrenen Kilometer.
Damit wäre es möglich, für jede Strecke (bzw. Strassentyp) andere
Gebühren zu erheben. Eine Tour durch einen Ort würde dann also teurer
sein, als die Fahrt auf der Autobahn. Das Ganze natürlich beliebig
gestaffelt. Also Landstrassen, Bundesstrassen, Schnellstrassen,
Verkehrberuhigte Zonen, Spielstrassen.
Dabei werden zwei Datensätze gespeichert:
1.) Alle gefahrenen 10 m die Koordinaten und die Zeit.
2.) Für jeden Streckentyp die Gesamtstrecke für die anschliessende
Abrechnung.
Punkt 1.) wird nur dann herangezogen, wenn berechtigte Zweifel an der
Abrechnung aus Punkt 2.) bestehen. Also zur nachträglichen
Überprüfung.
Die anfallenden Datenmengen sollten aus heutiger Sicht nicht relevant
sein. Ich schätze mal ca. 50 Byte pro Datensatz. Macht also 5 kByte
pro km. Also 5 MByte pro 1000 km. Heute handelsübliche nichtflüchtige
Speicher (z.B. USB-Sticks) kosten ca. 10 Euro / GByte. Ist also
machbar.
Die Kosten für die gerade benutzte Strecke sollte angezeigt werden.
Genau, wie das Restguthaben.
Die Technik sollte sich relativ leicht in bereits verfügbare
Navi-Systeme integrieren lassen.
Für ältere Fahrzeuge, die kein eingebautes Navi haben, können diese
entweder nachträglich eingebaut werden (wie es ja derzeit mit dem
Mautsystem auch erforderlich ist) oder aber man bezahlt einen
Pauschalsatz pro gefahrenem Kilometer. Ist also per Fahrtenschreiber
oder Kilometerzähler abrechenbar.
Firmen, die sich der Manipulation des Systems auch nur an einem
Fahrzeug strafbar gemacht haben, zahlen anschliessend einen
Zusatzsatz für die gesamte Fahrzeugflotte.
Tja, und wie häufig jeder zahlt, bleibt ihm überlassen. Denn es gilt
natürlich Vorauszahlung. Wenn er für 1 Mio. Kilometer im Voraus
zahlen will, kann er das natürlich gerne tun.
Die Abrechnung erfolgt dann direkt und unkompliziert (also mit einem
geringen Verwaltungsaufwand) direkt über das Finanzamt oder eine
andere staatliche Behörde. Die Gelder können exakt auf die jeweiligen
Gebiete und Kommunen verteilt werden, weil das System das sowieso
erfasst.
So, das war’s. Es gibt natürlich eine Grundvoraussetzung für dieses
System, was meines Erachtens aber sowieso eine tolle Sache wäre,
nämlich ein sich ständig selbst aktualisierendes Navi-System.
Sozusagen tagesaktuell. Damit der Fahrer vor Fahrtantritt bereits die
kostengünstigste Route auswählen kann.
Nachtrag: Das ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber ich
denke, es ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Verbesserungsvorschläge sind willkommen.
Da bin ich mal gespannt auf Reaktionen.

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