Adolf hat die Autobahn gemacht (die Freiheit, die wir meinen!) - Denkverbot im NS-Themenpark
autobahnKlendathu schrieb am 20. Dezember 2002 3:24
> >
> > > die nazis haben auch den düsenjet erfunden und deswegen kommt ja auch
> > > keiner auf die idee nur mit propeller maschinen zu fliegen.
> >
> > Genau, und auch die Autobahnen! Der kleine Adolf muß ja in Wahrheit
> > ein ganz patentes Kerlchen gewesen sein. Und deswegen kann das
> > natürlich auch gar nicht schlimmm gewesen sein, Propagandafilme für
> > seine Nazipartei gedreht zu haben.
> >
> > Peilst du’s noch?
> >
> > d. d.
>
> Was gibt es da zu peilen? Nur weil Adolf ein schlechter Mensch war,
> war nicht automatisch ALLES schlecht was er gemacht hat. Die Autobahn
> war gut. Die Filme von Riefenstahl sind es und wir nutzen heute viele
> Erfindungen aus der Zeit. JA, das Morden und der Krieg sind schlecht.
MoinMoin
Ich will mich noch nicht mal mit der Meinungen auseinandersetzen, die
hier geäußert wird. Ich möchte (und ich tue das nicht gerne) nur mal
darauf hinweisen, daß hier einige Leute in die Falle laufen. Und zwar
in die der nationalsozialistischen Propaganda.
Und dieser Autobahnmythos ist das, was wir absolut nicht mehr
loswerden, anscheinend. Die Autobahn ist das letzte Refugium der
Freiheit, wo der Mann noch Mann sein darf, wo man sich ein wenig von
dem angepaßten Leben erleichtern darf.
Der Mythos ist, daß der Führah ons dä doitschn Autobaanen gäschänkt
hat. Ein offensichtlich mit übernatürlichen Kräften ausgestatteter
Hitler hat sich über eine Deutschlandkarte gebeugt und mit dem
Bleistift Linien gezogen und es wurden die schönen Autobahnen.
Nur zu Gerne wird übersehen, daß das Reich bei der Machtergreifung
bettelarm war und die Belebung der Nachfrage ausschließlich über
immense Staatsverschuldung bewerkstelligt wurde. Das ist in einer
Demokratie (aus sehr guten Gründen!) nicht möglich, dazu braucht es
eine Diktatur.
Aber auch eine Diktatur kann bei einer so unmöglichen
Wirtschaftsweise zusammenbrechen. Dann braucht es den Krieg.
Unsoweiter.
Die Autobahnen waren nicht gut, sie waren mit ein Schritt zum
Zusammenbruch. Für sich allein wären sie auch in einer Demokratie
möglich gewesen. Ob sie ohne die hunderte anderer Sachen, mit denen
im Reich Geld verbraten wurde, einen großen Effekt gehabt hätten,
darf bezweifelt werden. Es wurden in den besten Zeiten 300000
Arbeitskräfte mobilisiert, im Vergleich zu 6 Millionen Arbeitslosen
vorher.
Grüße
zarap