Wem gehört die Autobahn? - Demonstranten in 25 US-Städten fordern N…

Ob echte oder falsche Autobahn: In den Anfängen wurden sie alle aus
öffentlichen Mitteln bezahlt. Mittlerweile stemmen hauptsächlich
Privatfirmen die Datenautobahn, und selbst in Deutschland gibt es
ernsthafte Erwägungen zur Privatisierung von Teilstücken der “echten”
Autobahn.
Die Gründe sind in beiden Fällen dieselben: Die öffentliche Hand ist
blank. Und zwar weltweit.
Bisher war den Staaten und vor allem ihren Bürgern weltweit schnurz,
wer das Internet bezahlt. Irgendjemand zahlt schon die Zeche -
Hauptsache, nicht ich. Und es wurde immer mehr draufgesattelt und
sich sehenden Auges immer abhängiger von den Carriern gemacht. Die
Geiz-ist-Geil-Mentalität führte sogar dazu, dass sich technische
Laien in Rekordzeit in IP-Telefonie einarbeiteten - man konnte ja ein
paar Euro sparen. Auch hier egal zu wessen Lasten. Jetzt, aus
heiterem Himmel und niemals von jemandem vorhersehbar (wer’s glaubt),
sehen die großen Carrier plötzlich nicht mehr ein, dass ihre
Backbones zwar immer heftigere Lasten sehen, aber das Geld an ihnen
vorbeirauscht. Oh, welch schändliche Geldgier!! (empören sich die
Geiz-ist-Geil-Fetischisten).
Liebe Leute, habt ihr echt gedacht, Internet ist ewig billig? Und man
könnte immer noch einen Dienst draufsatteln, ohne irgendwann die
Zeche zu zahlen?
Internet kostet Geld. Punkt. Und die Staaten haben die Wahl, wer
zahlt: Entweder, wie bei der deutschen Autobahn, jedermann über
Steuern. Oder, wie z.B. bei der französischen Autobahn, die Nutzer.
Kosten entstehen auf jeden Fall, und irgend jemand muss sie tragen -
der Staat oder der Nutzer. Ich persönlich zahle lieber an einen
Carrier, den ich im Zweifelsfalle rechtlich an den Hammelbeinen
ziehen kann, wenn er seine Leistung nicht bringt. Bei Vater Staat
hingegen weiß man nie, für was die Kohle rausgehauen wird.
Also immer schön den Ball flach halten.

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